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Portrait von Thomas A. Blüm

Thomas A. Blüm

Autor · Forscher · Sprecher
Human-AI Interaction · Cognitive Systems · Futures

Über Thomas A. Blüm

In a Nutshell

Thomas A. Blüm, geboren 1967, ist Autor, konzeptioneller Forscher, Impulsgeber und Sprecher. In seinen Arbeiten untersucht er, wie technologische Systeme, kulturelle Zukunftsbilder und menschliches Denken miteinander interagieren.

Sein Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Mensch-KI-Interaktion, Interaktionsarchitekturen sowie auf der Frage, wie Gesellschaften technologische Veränderungen verstehen und imaginieren. Dabei verbindet er auch systemtheoretische Perspektiven mit kulturhistorischen Analysen von Science Fiction und Zukunftsentwürfen.

Er veröffentlicht in Form von Büchern, Essays und Working Papers innerhalb der Hybrid-Evolution-Reihe. Neben theoretischen Arbeiten zu symbiotischer Intelligenz und kognitiven Kooperationsformen beschäftigt er sich auch mit der Rolle von Zukunftsbildern in Literatur, Medien und technologischen Infrastrukturen.

Biografie und Perspektiven

Blüm wurde in Hochheim am Main geboren und wuchs überwiegend im Bonner Stadtteil Bad Godesberg auf. Früh bewegte er sich an den Schnittstellen von Technik, Gesellschaft und Zukunftsvorstellungen. Die Stadtbibliothek in Bad Godesberg wurde für ihn bereits als Jugendlicher zu einem prägenden Ort: Dort entdeckte er die Mark-Brandis-Romane und entwickelte eine lebenslange Faszination für Science-Fiction – von klassischen literarischen Zukunftsentwürfen bis zu modernen filmischen und seriellen Visionen.

Parallel dazu faszinierten ihn die abenteuerlichen Reiseerzählungen Karl Mays. Rückblickend beschreibt Blüm diese frühen Leseerfahrungen als zwei unterschiedliche Formen imaginierter Räume: einerseits technologische Zukunftsräume, andererseits kulturelle und gesellschaftliche Fremdräume. Beide Linien prägen bis heute seine Arbeit zu Zukunftsnarrativen, gesellschaftlicher Resilienz und Mensch-KI-Interaktion. Prägend waren für ihn dabei sowohl wissenschaftlich-technische als auch kulturhistorische Perspektiven. Bücher wie Das Universum in der Nussschale von Stephen Hawking oder Die sieben Säulen der Weisheit von T. E. Lawrence spiegeln bis heute die Spannungsfelder wider, die seine Arbeit prägen: technologische und kosmologische Perspektiven einerseits, kulturelle Räume, Geschichte und menschliche Orientierung andererseits.

Von der Netzkultur zur kritischen Infrastruktur

Die Technik begleitete ihn von Kindesbeinen an. Wie schon sein Großvater väterlicherseits war er der Tüftler in der Familie. Erste Erfahrungen sammelte er mit Elektronik- und Experimentierkästen von Kosmos, später mit Computern und den frühen digitalen Netzwerken. Bereits als Jugendlicher arbeitete Blüm mit einem Commodore PET/CBM 4032 und brachte sich lange vor der Heimcomputerwelle der 1980er Jahre autodidaktisch BASIC-Programmierung bei. Bereits in einer Pionierphase des deutschen Internets betrieb er eigene Webseiten und beschäftigte sich intensiv mit den entstehenden Kommunikations- und Informationsstrukturen der Netzkultur.

Aus dieser technischen Neugier entwickelte sich eine mehr als drei Jahrzehnte umfassende Laufbahn im Umfeld der Deutschen Telekom, überwiegend im IT-Bereich und in unterschiedlichen technischen Rollen. Diese langjährige Praxis prägt bis heute seine Sicht auf digitale Systeme und Künstliche Intelligenz. KI erscheint in seiner Arbeit nicht als abstrakte Zukunftsvision, sondern als reale technische Infrastruktur mit tiefgreifenden sozialen, kulturellen und psychologischen Auswirkungen.

Resilienz in der Praxis: Der „soziale Prepper“

Parallel dazu entwickelte Blüm ein starkes Interesse an resilienten Systemen und praktischer Krisenvorsorge. Er bezeichnet sich selbst als „sozialen Prepper“. Dahinter steht kein Konzept von Abschottung oder individualistischem Rückzug, sondern die Überzeugung, dass gesellschaftliche Stabilität vor allem durch gemeinschaftliche Handlungsfähigkeit entsteht. Nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal stellte er beispielsweise autarke Notfallvorräte und Kocherausrüstungen zusammen – nicht zur Isolation, sondern mit dem Ziel, im Ernstfall helfen und Ressourcen teilen zu können.

Dieses Denken in resilienten Strukturen spiegelte sich auch in konkreten Technologieprojekten wider. Im Bereich der dezentralen Energieversorgung entwickelte Blüm früh ein Konzept für batteriegestützte Balkonkraftwerke und arbeitete hierzu zeitweise direkt mit dem Unternehmen EcoFlow zusammen. Eigene technische Skizzen und Business-Case-Überlegungen aus dieser Phase beschäftigten sich bereits mit der Integration von Batteriespeichern in Plug-and-Play-Solarsysteme und flossen in spätere Produktentwicklungen ein. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie dezentrale Energieinfrastruktur die Resilienz privater Haushalte stärken kann.

Gesellschaftliches Fundament und biografische Zäsur

Neben seiner technischen Tätigkeit engagierte sich Blüm zeitweise ehrenamtlich als Schöffe am Landgericht Bonn. Aus persönlicher Überzeugung versteht er sich ausdrücklich als Verfechter der freiheitlich-demokratischen Grundordnung – geprägt nicht nur durch historischen und politischen Bildungsunterricht, sondern auch durch eigene gesellschaftliche und berufliche Erfahrungen. Seine sozialen Bindungen sind langfristig gewachsen; viele seiner Freundschaften bestehen seit der Schulzeit, der Bundeswehr und aus dem beruflichen Umfeld. Ein Großteil seiner heutigen Arbeiten kreist um die Frage, wie offene Gesellschaften unter technologischen, psychologischen und gesellschaftlichen Belastungen stabil und handlungsfähig bleiben können.

2024/25 folgte ein bewusster biografischer Einschnitt. Blüm verließ seine langjährige berufliche Sicherheit und reiste zunächst mit dem Wohnwagen über längere Zeit durch Europa. Sein ursprünglicher Plan war es, den Lebensmittelpunkt dauerhaft nach Portugal zu verlagern. Die damit verbundenen persönlichen Erfahrungen führten jedoch zu einer tiefgreifenden Phase der Neuorientierung und zur intensiven Beschäftigung mit Fragen von Orientierung, Stabilität und psychologischer Belastung unter asymmetrischen sozialen Dynamiken.

Unabhängig davon beschreibt Blüm Portugal weiterhin als einen für ihn stark positiv geprägten Ort. Besonders die Offenheit, Gelassenheit und Freundlichkeit vieler Menschen haben seine Verbindung zum Land nachhaltig geprägt und sind ein Grund dafür, dass es ihn bis heute immer wieder dorthin zieht.

Die Mensch-KI-Dyade: Orientierung im probabilistischen Zeitalter

In dieser Phase intensivierte sich auch seine Auseinandersetzung mit großen Sprachmodellen und probabilistischen KI-Systemen. Aus anfänglicher technischer Neugier entwickelten sich lange analytische Gespräche über Funktionsweisen, Wahrnehmung, Interaktion und die strukturellen Eigenschaften großer Sprachmodelle. Daraus entstand schrittweise seine heutige Arbeit zu asymmetrischen Mensch-KI-Dyaden, kognitiver Stabilität und langfristigen Mensch-Modell-Interaktionen.

Blüm nähert sich Künstlicher Intelligenz dabei weder mystifizierend noch anthropomorphisierend. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie stabile Formen menschlicher Orientierung und Sinnstiftung unter Bedingungen probabilistischer Informationssysteme möglich bleiben. Seine Perspektive verbindet technische Praxis, kulturelle Beobachtung, Science-Fiction-Traditionen und systemarchitektonisches Denken.

Europäische Perspektivräume und persönliche Interessen

Heute lebt er wieder überwiegend im Rheinland und pendelt zwischen verschiedenen europäischen Kulturräumen, insbesondere mit Verbindungen zur südlichen Steiermark und zu Lissabon.

Reisen und kulturelle Übergangsräume prägen seit vielen Jahren seine Perspektive. Aufenthalte und Reisen über mehrere Kontinente hinweg – vom Überqueren des Äquators bis zur internationalen Datumsgrenze – verstärkten sein Interesse an kulturellen Perspektivwechseln, globalen Zukunftsvorstellungen, aber auch an Einfachheit, Reduktion und unterschiedlichen Formen des alltäglichen Lebens. Erfahrungen, die seine Sicht auf Komfort, Resilienz und materielle Selbstverständlichkeiten geprägt haben.

Privat sammelt Blüm abstrakte Acrylgemälde und japanische Bronzevasen. Seine Arbeiten erscheinen in Form von Büchern, Essays, Working Papers und Forschungsnotizen und beschäftigen sich unter anderem mit stabiler Mensch-KI-Interaktion, gesellschaftlicher Resilienz, epistemischer Stabilität, Future Imaginaries und den langfristigen Dynamiken technologischer Transformation.

Aktuell

Symbiotic Intelligence und Mensch-KI-Interaktion

Buch · ca. 342 Seiten · transcript Verlag · erscheint 26.07.2026
ISBN 978-3-8376-8304-2 (Print), ISBN 978-3-8394-7910-0 (PDF)

Symbiotic Intelligence beschreibt ein theoretisch-operatives Framework für stabile Mensch-KI-Interaktion. Im Zentrum stehen asymmetrische Dyaden, epistemische Coprozessoren, Strukturführung und die Bedingungen langfristiger Interaktionsstabilität.

Das Buch verbindet Perspektiven aus Human-AI Interaction, Kognitions- und Systemtheorie und positioniert sich als architektonischer Referenzrahmen für langfristige Mensch–Modell-Interaktion.

Weitere Informationen, FAQ, Begriffe, ergänzende Materialien und Hinweise zum Buch finden sich auf der offiziellen Begleitseite:

symbiotic-intelligence.org

Zitierform:
Blüm, Thomas A. (2026): Symbiotic Intelligence und Mensch–KI-Interaktion.
Bielefeld: transcript Verlag. ISBN 978-3-8376-8304-2.
DOI: 10.14361/9783839479100

Projekte

Als Forscher

Forschungsarbeiten und Publikationen werden primär über Zenodo (CERN) veröffentlicht. Das vollständige Publikationsverzeichnis ist über ORCID abrufbar. Ausgewählte Arbeiten werden zusätzlich über SSRN bereitgestellt. Neue Veröffentlichungen werden regelmäßig über LinkedIn angekündigt.

Hier eine kleine Auswahl:

Als Autor

Weitere Buchprojekte zur Geschichte der Science Fiction und zu Zukunftsvisionen befinden sich derzeit in Vorbereitung.

Als Sprecher

Thomas steht im Rahmen seiner Veröffentlichungen für Interviews, Panels, Podcasts und Vorträge zu Themen aus den Bereichen Human-AI Interaction, kognitive Systeme und technologische Zukunftsbilder zur Verfügung.

Aktuelle Termine

Weitere Veranstaltungen in Vorbereitung

Anfragen

Anfragen zu Medienformaten, Interviews und Veranstaltungen über den transcript Verlag: press@transcript-verlag.de oder direkt über booking [at] thomas-a-bluem.de.

Bitte geben Sie bei Anfragen Format, Kontext und geplanten Zeitraum an. Honorare können abhängig von Format, Kontext und Umfang individuell vereinbart werden. Nicht-kommerzielle, wissenschaftliche und kollaborative Formate werden gesondert betrachtet.

Andere Anfragen können aktuell nicht berücksichtigt werden.

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Impressum

Angaben gemäß §5 TMG

Thomas A. Blüm
c/o Agentur Löhndorf
Segerstraße 2A
53359 Rheinbach

Kontaktadresse für Anfragen bezüglich des Impressums:
imprint [at] thomas-a-bluem.de

Verantwortlich für den Inhalt nach §18 Abs. 2 MStV:
Thomas A. Blüm

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